Bei der Herstellung von DIN-Schienen-Klemmenblöcken hat die Wahl der Werkstoffe einen wesentlichen Einfluss auf die Produktleistung. Unter den gängigen Materialien weisen Messing, Rotkupfer und Stahl jeweils spezifische Eigenschaften auf, die die Funktionalität von Schraub- und Federklemmenblöcken beeinflussen.
Elektrische Leitfähigkeit
Rotkupfer, bekannt für seine hervorragende elektrische Leitfähigkeit, ist die erste Wahl, wenn es auf minimalen elektrischen Widerstand ankommt. In Anwendungen mit hohen Strömen leiten Klemmenblöcke aus Rotkupfer Strom effizient und reduzieren so Leistungsverluste und Wärmeentwicklung. Beispielsweise gewährleisten Schraubklemmenblöcke aus Rotkupfer in Stromverteilungssystemen mit hohen Übertragungsströmen stabile und zuverlässige elektrische Verbindungen.
MessingKupfer-Zink-Legierung weist eine geringere elektrische Leitfähigkeit als Rotkupfer auf. Dennoch bietet sie für viele allgemeine elektrische Anwendungen eine ausreichende Leitfähigkeit. Sie wird häufig in Klemmenblöcken für Haushaltsgeräte oder in industriellen Steuerschaltungen mit niedrigen bis mittleren Strömen eingesetzt.
Stahl hingegen besitzt eine relativ geringe elektrische Leitfähigkeit. Die Verwendung von Stahl in Klemmenblöcken für elektrische Verbindungen würde zu hohem Widerstand, übermäßiger Wärmeentwicklung und potenziellen Verbindungsfehlern führen, weshalb er in Standard-Klemmenblockkonstruktionen selten für die direkte elektrische Leitung eingesetzt wird.
Mechanische Eigenschaften
StahlEs zeichnet sich durch hervorragende mechanische Festigkeit und Härte aus. Dadurch eignet es sich für Anwendungen, bei denen die Klemmenleiste erheblichen mechanischen Belastungen standhalten muss. Beispielsweise behalten stahlverstärkte Federklemmenleisten in manchen rauen Industrieumgebungen ihre strukturelle Integrität auch bei Vibrationen, Stößen oder hohen Anzugsmomenten.
Messing besitzt zudem gute mechanische Eigenschaften, darunter eine mittlere Festigkeit und gute Formbarkeit. Es lässt sich bei der Herstellung von Klemmenblöcken leicht in verschiedene Formen bringen. Diese Formbarkeit ermöglicht die Realisierung komplexer Klemmenblockkonstruktionen, beispielsweise solcher mit präzise geformten Schraubbefestigungsmechanismen bei Schraubklemmen.
Rotkupfer besitzt zwar gute elektrische Eigenschaften, ist aber im Vergleich zu Messing und Stahl relativ weich. Bei Anwendungen mit hoher mechanischer Beanspruchung können Rotkupfer-Klemmenblöcke daher anfälliger für Verformungen sein. Diese Weichheit kann jedoch bei entsprechender Konstruktion auch von Vorteil sein, um eine gute elektrische Kontaktabdichtung zu gewährleisten.
Korrosionsbeständigkeit
Messing weist aufgrund seines Zinkgehalts eine bessere Korrosionsbeständigkeit als Rotkupfer auf. In feuchten oder korrosiven Umgebungen widerstehen Klemmenblöcke aus Messing Oxidation und Korrosion länger. Daher ist Messing die bevorzugte Wahl für Klemmenblöcke, die in elektrischen Außengeräten oder in Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit eingesetzt werden.
Rotkupfer bildet zwar mit der Zeit eine schützende Oxidschicht, ist aber in bestimmten sauren oder alkalischen Umgebungen korrosionsanfälliger. Für den Einsatz unter solchen Bedingungen sind daher oft spezielle Beschichtungen oder Behandlungen erforderlich, um die Korrosionsbeständigkeit zu verbessern.
Stahl ist sehr korrosionsanfällig, insbesondere in Gegenwart von Feuchtigkeit und Sauerstoff. Ohne geeignete Korrosionsschutzmaßnahmen wie Verzinken oder Lackieren würden Stahlklemmenblöcke schnell rosten und sich zersetzen, was zu schlechten elektrischen Verbindungen und verringerter mechanischer Festigkeit führt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei der Materialauswahl für DIN-Schienen-Klemmenblöcke Rotkupfer ideal für hohe Leitfähigkeitsanforderungen ist, Messing ein ausgewogenes Verhältnis zwischen elektrischen und mechanischen Eigenschaften sowie eine gute Korrosionsbeständigkeit für allgemeine Anwendungen bietet und Stahl hauptsächlich dann verwendet wird, wenn eine hohe mechanische Festigkeit im Vordergrund steht, oft mit zusätzlichen Korrosionsschutzbehandlungen.
Veröffentlichungsdatum: 07.03.2025

